Was heißt eigentlich besenrein?

Der Begriff steht in fast jedem Mietvertrag – und sorgt bei der Wohnungsübergabe trotzdem regelmäßig für Diskussionen. Hier die kurze Antwort und alles, was Sie für den Auszug wissen sollten.

Kurz gesagt: Besenrein bedeutet, dass grobe Verschmutzungen beseitigt sind. Die Räume sind leer, gefegt und frei von grobem Schmutz – eine gründliche Grundreinigung ist damit nicht gemeint.

Was der Bundesgerichtshof dazu sagt

Der Bundesgerichtshof hat den Begriff in einem Urteil vom 28. Juni 2006 (Az. VIII ZR 124/05) eingeordnet: Eine Wohnung ist besenrein zurückgegeben, wenn grobe Verschmutzungen beseitigt wurden. Mehr kann der Vermieter allein aufgrund dieser Formulierung nicht verlangen.

Was im Einzelfall als „grob" gilt, ist allerdings Auslegungssache. Deshalb lohnt sich ein Blick in den eigenen Mietvertrag – und eine gemeinsame Wohnungsabnahme mit Protokoll.

Was zu einer besenreinen Übergabe gehört

  • Alle Möbel, Gegenstände und Abfälle sind entfernt – sofern nichts anderes vereinbart ist
  • Böden sind gefegt bzw. abgesaugt, grober Schmutz ist weg
  • Spinnweben und lose Verschmutzungen an Wänden und Ecken sind entfernt
  • Keller, Dachbodenabteil, Garage und Balkon sind ebenfalls leer und gefegt
  • Der Briefkasten ist geleert

Was in der Regel nicht dazugehört

  • Fenster putzen
  • Eine gründliche Grund- oder Endreinigung
  • Streichen oder andere Schönheitsreparaturen – ob diese fällig sind, regelt allein der Mietvertrag
Unser Tipp: Machen Sie bei der Übergabe Fotos von jedem Raum und lassen Sie sich die Abnahme im Übergabeprotokoll bestätigen. Das erspart späteren Streit.

Besenrein ist bei uns Programm

Der Name ist kein Zufall: Jede Räumung endet bei uns mit dem Besen. Wir räumen Wohnung, Keller und Dachboden komplett leer, entsorgen alles umweltgerecht und fegen zum Schluss durch – damit Sie die Schlüssel ohne Sorge übergeben können.

Mehr dazu: unsere Leistungen und, falls die Räumung nach einem Trauerfall ansteht, unsere Checkliste für Angehörige.

Häufige Fragen

Was bedeutet besenrein?

Besenrein ist eine Wohnung, wenn grobe Verschmutzungen beseitigt sind. So hat es der Bundesgerichtshof entschieden (Urteil vom 28.06.2006, VIII ZR 124/05). Eine gründliche Endreinigung ist damit nicht gemeint.

Muss ich bei besenreiner Übergabe die Fenster putzen?

Nach dem allgemeinen Verständnis nein. Entscheidend ist aber immer, was im Mietvertrag konkret vereinbart ist.

Gehören Keller und Dachboden dazu?

Ja. Auch mitvermietete Nebenräume wie Keller, Dachbodenabteil oder Garage müssen leer und grob gereinigt sein.

Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist immer Ihr Mietvertrag.

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